Stoffwindeln – alles andere als ein Produkt der Vergangenheit

91YRbeZavUL._SL1500_Viele Frauen verbinden mit dem Begriff „Stoffwindeln“ immer noch ein Relikt aus der Vergangenheit. Dabei sind die wiederverwendbaren Windeln alles andere als alt und verstaubt. Denn immer mehr Mütter entscheiden sich bewusst für die nachhaltige und umweltfreundliche Wickel-Variante. Trotzdem gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen modernen Stoffwindeln und eben jenen aus Großmutters Zeiten.

Stoff- und Wegwerfwindeln im Wandel der Zeit

Die bekannte Wegwerfwindel hat im Jahr 1961 den amerikanischen Konsum-Markt revolutioniert. Allerdings war erst ab etwa Anfang der 1970er Jahre das Einwegprodukt auch in vielen Haushalten in Deutschland im Gebrauch. Die Stoffwindel hatte zu diesem Zeitpunkt ihren Dienst weitgehend erfüllt. Dafür war das kontinuierliche Wachstum der Müllberge angebrochen. Wer heute den Begriff „Stoffwindel“ hört, muss häufig unweigerlich an die graue Vorzeit oder an Birkenstockschuh tragende Mamas denken. Das Klischee baut sich mittlerweile langsam wieder ab. Denn Stoffwindeln sind zwar praktisch, aber keinesfalls veraltet. Und ökobewusste Mamas kleiden sich durchaus auch hipp und modern.

Eines muss man ohne Vorbehalt zugeben: Wegwerf- bzw. Einwegwindeln sind praktisch. Selbst Ungeübte schaffen es meist innerhalb weniger Minuten, Babys Po damit trockenzulegen. Das lästige Waschen entfällt, denn die volle Windel landet nach ihrem Einsatz einfach im Abfalleimer. Mit dem ersten Wegwerfprodukt hat die heutige Einwegwindel kaum noch etwas gemein. Denn im Lauf der Zeit wurde das Material, sowie die Passform, stetig weiterentwickelt und verbessert. Genau dasselbe Prinzip hat jedoch auch die Stoffwindel durchlaufen. Peppige Farben und deutlich mehr Komfort zeichnen sie mittlerweile aus. Passé ist zum Glück auch die Zeit des langen Einweichens und der aufwendigen Handwäsche.

Natürlich wickeln

IMG_1514Es gibt viele gute Gründe, um bereits von Geburt an auf Stoffwindeln zurückzugreifen. Der wohl wichtigste Faktor für alle Eltern sind die Kosten. Denn Einwegwindeln sind auf Dauer gesehen in der Anschaffung erheblich teurer als Stoffwindeln. Und während die einen nach einmaligem Gebrauch im Mülleimer landen, werden die anderen durch einen ausgiebigen Besuch in der Waschmaschine für den nächsten Einsatz vorbereitet. Im Lauf der Jahre ist durch den Gebrauch von Windeln aus Stoff so eine Ersparnis von mehreren 100 EUR durchaus möglich. Gespart wird übrigens nicht nur Geld, denn auch der Müllverbrauch sinkt dadurch erheblich.

Stoffwindeln aus Baumwolle haben einen bedeutenden Vorteil: Denn sie enthalten keinerlei chemische Stoffe oder Zusätze. Durch das atmungsaktive Material gelangt Sauerstoff an den empfindlichen Po des Babys. Die Gefahr von Pilzinfektionen wird dadurch auf ein Minimum reduziert. Moderne Stoffwindeln sind erheblich dicker als Wegwerfwindeln, dafür sind sie mit der richtigen Wickeltechnik jedoch weitgehend auslaufsicher. Ein zusätzliches Hindernis für etwaig austretende Feuchtigkeit bietet der bei Höschenwindeln erforderliche Nässeschutz. Selbst längere Ausflüge stellen so mit Windeln aus Stoff kein Problem dar. Viele Experten wie Hebammen, Gesundheitsämter und auch Kinderärzte vertreten die Meinung, dass kleine Kinder durch den Gebrauch von Stoffwindeln schneller trocken werden.

Flippig bunt und wiederverwendbar

Y6EJQ427Tristes Weiß gehört der Vergangenheit an. Moderne Windeln aus Stoff sind quietschbunt oder mit kindgerechten Mustern versehen. Selbst die Größe lässt sich individuell auf das eigene Kind anpassen. Wer auf eine aufwendige Wickeltechnik verzichten möchte, kann auf bewährte All-in-One-Windeln zurückgreifen. Diese wird wie eine Wegwerfwindel angezogen und mit Druckknöpfen oder einem Kletttband sicher verschlossen. Gedanken um eine schier gewaltige Ansammlung von schmutziger Wäsche muss niemand haben. Denn durch spezielle, einknöpfbare Saugeinlagen minimiert sich der Berg vor der Waschmaschine drastisch.

 

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